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Sport in der Jugendfeuerwehr

Sport in der Jugendfeuerwehr ist nicht nur im Rahmen der Leistungsspange ein Thema, es sollte auch sonst mit in den Dienstplan aufgenommen werden. Hierzu einige Argumentationshilfen und Tipps

• Sport gibt die Werte „Toleranz, Fairness, Teamgeist“ wieder, die der Feuerwehr grundlegend sind. Jedes Teammitglied des Gegners wird gleich einem Automatismus als gleichwertig erachtet.

• Beim Umgang mit Sportgeräten werden Geschick und Körperbeherrschung trainiert und somit Kinder und Jugendliche in ihrer pubertären Entwicklung gefördert.

• Mannschaftsbildung fordert zur Selbstorganisation und zu gegenseitiger Achtung auf.

• Sport bietet grundsätzlich die Gelegenheit, Leistung zu zeigen, Erfolg zu haben und Selbstbestätigung zu finden.

• Bewegung ist ein Ventil, aufgestauten Ärger abzubauen.

• Mannschaftssportarten bieten hervorragende Möglichkeiten, das Anerkennen von Regeln zu lernen und Verantwortung zu übernehmen.

• Gemäß der STATT-Studie (Stressbelastung von Atemschutzgeräteträgern) ist es von elementarer Bedeutung, dass Feuerwehrangehörige über eine gute körperliche Fitness verfügen. Daher sollte der Sportgedanke bereits in der Jugendfeuerwehr implementiert werden.

Welche Sportart ist die richtige?

Grundsätzlich ist jede Sportart für den Betrieb in der Jugendfeuerwehr geeignet sofern sie:

• Die Werte der Jugendfeuerwehr wiedergibt (es mag sicherlich geeignetere Sportarten als Boxen geben).

• Nicht allzu verletzungsträchtig ist (Fußball hat schon ein hohes Verletzungsrisiko, Rugby muss in der Jugendfeuerwehr nicht unbedingt sein).

• Ein allgemein bekanntes Regelwerk oder leicht zu erlernende Regeln hat. Ein Spiel macht nur Spaß, wenn man seine Regeln kennt. Insbesondere Kinder tun sich mit Timeouts und Abseits schwer.

• Der körperlichen Leistungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen angemessen ist.

• Von den Jugendgruppenleitern und Betreuern vorgeführt bzw. selbst gespielt werden können: Ohne authentische und glaubwürdige Vorbilder lassen sich Jugendfeuerwehrangehörige nicht motivieren, etwas Neues auszuprobieren.

• Dazu geeignet ist, dass sich die Betreuer mit ins Spiel einmischen: Es ist ein ungemeiner Ansporn Leistung zu erbringen, wenn die Vorbilder selbst mitspielen. 

Grundlagen rechtlicher Sicht

Grundlegend für eine einwandfreie Integration von Sportveranstaltung in den Jugendfeuerwehrdienst ist die Aufnahme der Sporttermine in den Dienstplan der Jugendfeuerwehr. Somit hat der Leiter der Feuerwehr den Termin zur Kenntnis genommen, die Eltern erlangen automatisch Informationen über den Ablauf des Dienstjahres und die Außenwirkung bei Lesen des Dienstplanes besagt ganz klar „Sport ist bei uns fester Bestandteil unserer Jahresplanung“.

• Wird Sport, egal in welcher Art und nach Ort der Ausführung, im Dienstplan aufgeführt, sind die (Jugend-) Feuerwehrangehörigen in ihrer Tätigkeit beim Unfallversicherungsträger der baden-württembergischen Feuerwehren (Unfallkasse Baden-Württemberg) versichert.

• Bei außergewöhnlichen Diensten, die über ein als unkompliziert zu betrachtendes Maß hinausgehen wie z.B. die schwimmerische Vorbereitung auf ein Rettungsschwimmerabzeichen, das mehrmals wöchentlich stattfindende Training auf ein Fußballturnier oder einen Ausflug in den Hochseilgarten kann es angebracht sein, zusätzlich zum allgemein herrschenden Einverständnis der Erziehungsberechtigten eine zusätzliche spezifische Einverständniserklärung einzuholen.  

Grundlagen sportlicher Sicht

Bevor ein längerfristiges Training gestartet wird, sollten klare Rahmenbedingungen festgelegt werden:

• Trainingstag(e), Trainingsmonate (nur in den Wintermonaten?), Uhrzeiten und Orte fixieren.

• Ein Informationsschreiben informiert Kinder und Eltern darüber, was zum Training mitgebracht werden muss (Hallenschuhe, kurze Sportkleidung, ausreichend Getränke, Badekleidung, Duschzeug) und über die Dauer des Trainings.

• Aus sportlicher Sicht ist es von Vorteil, wenn die Trainingsdauer gleich bleibt – das Niveau innerhalb dieser Zeiteinheit darf jedoch steigen. Eine Einheit im Jugendfeuerwehrsport sollte 100 bis 120 Minuten nicht übersteigen.

• Am Ende einer Trainingsphase sollte ein Ziel stehen: Es ist besser, eine intensive gemeinsame Trainingsphase mit abschließendem Sportabzeichen zu erleben die sich „nur“ auf ein halbes Jahr erstreckt, als mit mäßiger Motivation alle 14 Tage mit nur einem Viertel der Jugendfeuerwehrangehörigen zu kicken.

Warum findet Fußball jeder gut?

Weil jeder weiß, wie man es spielt.

Warum finden Schach alle blöde?

Weil kaum einer die Regeln kennt und sich daher nicht mit dem Spiel befassen kann.

Um Jugendliche für etwas motivieren zu können muss man ihnen vor Augen führen, um was es sich handelt: Regeln pauken bringt nichts – selbst erfahren ist angesagt. Der Besuch eines packenden Basketballspiels der Bundesliga kann den Aha-Effekt auslösen „Boah, das will ich auch können“. Der Jugendgruppenleiter, der beiläufig acht von zehn Korbwürfen trifft kann den Gedanken „Wenn der das kann, kann ich das auch“ auslösen. Ein zufällig herumliegender Basketball bleibt selten liegen – er fordert geradezu heraus, geprellt zu werden und kann so die Lust am vollkommenen Spiel wecken.