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Seifenkisten-Rennen

Bis Ende der 1990er Jahre veranstalteten die Jugendfeuerwehren vielerorts Seifenkisten-Rennen. Seitdem hat die Begeisterung für Seifenkisten-Rennen abgenommen.

Wir möchten Euch die Wettbewerbsrichtlinien von 1996 dennoch nicht vorenthalten:

Rennregeln

  • Die Rennen erfolgen auf Rennstrecken, die eine Neigung aufweisen.
  • Die Endgeschwindigkeit am Ziel darf 35 km/h nicht übersteigen.
  • Der Start kann auch von einer Startrampe aus erfolgen, deren Höhe der Neigung der Rennstrecke angepasst sein muss.
  • Die Rennstrecke muss an den Stellen, an denen ein erhöhtes Risiko zu vermuten ist (z.B. Kurven, Ziel, Zielauslauf), ausreichend mit Strohballen oder anderen effektiven Sicherungen gesichert sein.
  • Um einen gefahrlosen Rennverlauf zu gewährleisten, muss der Zuschauerbereich durch geeignete Sicherungsmaßnahmen abgesichert sein.
  • Die Rennstrecke muss von der örtlichen Aufsichtsbehörde genehmigt sein.
  • Die Entscheidungen der Abnahmekommission, der Rennleitung, der Streckenposten sowie die Zeitmessung sind unter Ausschluss des Rechtsweges anzuerkennen.

Allgemeines

Die Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg führt in Zusammenarbeit mit einer austragenden Kreisjugendfeuerwehr ein Landesseifenkistenrennen für die Jugendfeuerwehren des Landes durch. Der Veranstalter hat dafür Sorge zu tragen, dass genügend eindeutig gekennzeichnete Streckenposten und entsprechend qualifiziertes Sanitätspersonal zur Verfügung steht.

Andere Bewerber sind zugelassen, wenn sie diese Richtlinien anerkennen und einen ausreichenden Versicherungsschutz nachweisen.

In diesem Wettbewerb werden ausschließlich von den Gruppen selbstgebaute Seifenkisten nach Leistung (Zeit) und Form (Gestaltung und Namengebung) bewertet.

Die Anmeldung erfolgt mit dem Meldeformular bis zum jeweiligen Meldeschluss bei der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg.

Am Morgen des Renntages besteht jeweils die Möglichkeit für ein Training.

Jede Seifenkiste wird vor einer Veranstaltung durch eine technische Abnahmekommission genau überprüft.

Über den Ausschluss einer Seifenkiste wegen technischer Mängel entscheidet die Abnahmekommission im Einvernehmen mit der Rennleitung.

Technische Bestimmungen

Gewicht des Fahrzeugs:

Höchstgewicht mit Fahrer: Altersklasse 1: 125 kg - Altersklasse 2: 140 kg - Altersklasse 3: 150 kg - freie Klasse: 150 kg

Zusatzgewichte an der Seifenkiste müssen gut sichtbar gesichert sein.

Der Fahrzeugboden muss auf der Gesamtlänge aus durchgehend, festem Material bestehen. Schalenbauweise (selbsttragende Karosserie) ist erlaubt, wenn die seitlichen Öffnungen für Achsen und Lenkung je 100 mm Durchmesser nicht überschreiten. Der Boden muss an jeder Stelle das Gewicht des daraufstehenden Fahrers tragen.

Radaufhängung

Jegliche gefederten oder teleskopartigen Radaufhängungen sind verboten.

Räder

Es sind nur Vollscheibenräder oder Speichenräder mit Abdeckung erlaubt. Es sind nur Vollgummi- oder luftbereifte Räder zugelassen. Durch die verwendeten Räder darf keine Gefährdung ausgehen.

Gleit-, Kugel-, Rollenlager o.ä. sind erlaubt.

Die Räder müssen mit Splinten, selbstsichernden Muttern, Kronenmuttern mit Splint oder mit 2 gekonterten Muttern gesichert sein.

Bremsen

Die Bremse darf auf alle 4 Räder bzw. muss mindestens auf die beiden Räder einer Achse gleichzeitig wirken. Sie darf nur mittels eines Fußpedals bedient werden. Übertragungselemente dürfen nicht freilegend unter dem Fahrzeug verlegt werden. Trommel-, Felgen- oder Scheibenbremsen sind vorgeschrieben. Das Bremspedal darf niemals die festen Teile des Fahrgestells nach vorn überragen.

Lenkung

Die Lenkung des Fahrzeugs kann mittels Schubstangen, Zahnstangen oder Lenkgetriebe erfolgen. Es dürfen keine Seilzüge für die Lenkung verwendet werden. Der Lenkereinschlag muss nach links und rechts jeweils mindestens 30 Grad betragen. Es muss jedoch gewährleistet sein, dass beim maximalen Radeinschlag keines der Räder die Karosserie oder Fahrzeugteile berührt.

Achsen und Achsbefestigung

Es dürfen keine Pendelachsen eingebaut werden. Bezüglich der Achsbefestigung mit dem Fahrzeugboden oder Rahmen ist aus Sicherheitsgründen besondere Sorgfalt anzuwenden.

Karosserie

Das Fahrzeug muss so konstruiert sein, dass ein Herausgleiten des Fahrers oder von Körperteilen des Fahrers während der Fahrt verhindert wird. Der Aufbau einer Karosserie ist freigestellt. Beim Verwenden einer Karosserie sind alle dem Fahrer zugewandten Karosserieteile zu polstern, es dürfen keine gefährlichen und scharfkantigen Karosserieteile vorhanden sein.

Das Ein- und Aussteigen des Fahrers muss möglich sein, ohne dass die Karosserie geöffnet oder zu diesem Zweck Teile entfernt werden müssen. Windschutzscheiben sind grundsätzlich verboten.

Vorrichtungen zur Veränderung der Karosserie während der Fahrt (Klappen, Spoiler usw.) sind verboten und führen zum Ausschluss.

Überrollbügel

Ein Überrollbügel muss eingebaut sein, hierfür müssen metallische Werksstoffe verwendet werden. Der Überrollbügel muss in Hinterkopfhöhe gepolstert sein und den Kopf um mindestens 10 cm überragen. Er muss bei Sitzweise des Fahrers mindestens Schulterbreite aufweisen.

Die wesentlichen Eigenschaften des Überrollbügels werden durch eine sorgfältige Verarbeitung und Formgestaltung sowie entsprechende Anpassung an das Fahrzeug und ausreichende Befestigung und Abstützung gegenüber dem Fahrgestell erreicht.

Fahrersitz, Rückenlehne, und Sicherheitsgurt

Der Fahrersitz muss mit der Bodenplatte oder dem Rahmen fest verbunden sein. Die Rückenlehne des Sitzes muss bis zur Schulterhöhe des Fahrers reichen und muss so gebaut sein, dass jegliches Rutschen nach vorne, hinten oder zur Seite, in den Kurven oder beim Bremsen vermieden wird. Das Fahrzeug muss einen Sicherheitsgurt (Dreipunktgurt oder besser) haben, der fest mit der Karosserie verbunden ist.

Durchführung

Die Rennleitung wird durch die Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg gestellt.

Vor dem Start erfolgt die Abnahme durch die Abnahmekommission. Werden Mängel festgestellt, die bis zum ersten Start nicht zu beheben sind, hat die Abnahmekommission im Einvernehmen mit der Rennleitung dem Fahrzeug die Zulassung zum Start zu untersagen.

Ein Start wird nur mit festgebundenem Vollschutzhelm, Handschuhen und angelegtem Sicherheitsgurt zugelassen.

Der Start erfolgt von der Startlinie aus mittels eigener Schwerkraft. Nach dem Startzeichen gibt ein „Halter“ der Rennleitung das Fahrzeug frei.

Starthilfen der Teilnehmer sind nicht zugelassen und führen zur Disqualifikation.

Das Rennen wird in vier Klassen eingeteilt:

  • Klasse 1: jünger als 14 Jahre
  • Klasse 2: 14 - 16 Jahre;
  • Klasse 3: 16 - 18 Jahre;
  • Klasse 4: altersfreie Fremdklasse.

Jede Wettbewerbsgruppe besteht aus zwei Fahrern. Für jeden der zwei Durchgänge ist ein neuer Fahrer zu stellen. Pro Wettbewerbsgruppe werden beide Durchgänge gewertet.

Die Fahrer der Klassen 1 bis 3 haben sich am Renntag mit dem Jugendfeuerwehrausweis auszuweisen.

Stichtag für das Alter ist der Veranstaltungstag.

Streckenverlauf

Die Länge der Strecke sollte ca. 500 Meter betragen. Während der Fahrt sind folgende Aufgaben zu bewältigen:

  • Vorbeifahrt links an einem Verkehrsleitkegel
  • Tordurchfahrt (2 Meter breit) zwischen zwei Verkehrsleitkegeln
  • Tordurchfahrt (1.8 Meter breit - versetzt zu Tor 1)
  • Vorbeifahrt rechts an einem Verkehrsleitkegel
  • halten hinter der Ziellinie, wobei eine festgelegte Distanz nicht überschritten werden darf. Der maximale Bremsweg wird der Fahrstrecke angepasst, Maßstab hierfür ist das Training.

Die Stellung der Leitkegel ist auf der Straße gekennzeichnet, damit diese wieder korrekt plaziert werden können. Die vorgenannten Aufgaben müssen mindestens einmal vorhanden sein, Häufigkeit und Reihenfolge sind beliebig.

Bewertung

Die Leistungswertung erfolgt in Sekunden für die Fahrzeit, es werden beide Durchgänge pro Gruppe gewertet und daraus die Gesamtzeit ermittelt.

Pro um- bzw. angefahrenen Kegel werden 5 Strafsekunden hinzugerechnet. Bei einer ausgelassenen Aufgabe werden 10 Strafsekunden gewertet. Wenn beim Zieleinlauf Helm, Handschuhe oder Sicherheitsgurt nicht angelegt sind, wird der Fahrer disqualifiziert. Wenn ein Fahrzeug durch einen „Dreher“ zum Stillstand gebracht wird, darf ein erneutes Anfahren nur durch Hilfestellung der Streckenposten erfolgen. Die Hilfestellung eines Zuschauers führt zur Disqualifizierung des Fahrers.

Das Verlassen der Fahrstrecke während der Fahrt führt ebenfalls zur Disqualifikation.

Wird ein Fahrzeug nach der technischen Abnahme verändert oder werden Gewichtsmanipulationen vorgenommen wird das gesamte Team disqualifiziert.

Die Bewertungskommission für die Formgebung (Gestaltung, Namengebung usw.) besteht aus drei Personen.