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Dienste & Übungen (auch zu Corona-Zeiten -> Material zu den Web-Seminaren der JF BW)

Webbasierte Bildungsangebote zu Zeiten von Corona

Gruppenstunden bilden das Herz des Jugendfeuerwehralltages und werden im ganzen Land in regelmäßigen Abständen und mit viel Engagement durchgeführt, was jedoch kann man tun, wenn Corona ein Kontaktverbot mitsichbringt? In verschiedenen Web-Seminaren hat die Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg versucht den Jugendgruppenleitern Anregungen und Ideen zu vermitteln, dass der Kontakt zu den Heranwachsenden nicht völlig abreist und man dennoch das Gemeinschaftsgefühl aufrecht erhalten kann. Im Folgenden sind die Materialien zu finden:

- Material zum Web-Seminar am 20. 04. 2020

- Material zum Web-Seminar am 27. 04. 2020

- Material zum Web-Seminar am 06. 05. 2020

- Material zum Web-Seminar am 19. 05. 2020

- Material zum Web-Seminar am 03. 06. 2020

- Material zum Web-Seminar am 17. 06. 2020

- Material zum Web-Seminar am 24. 06. 2020

- Material zum Web-Seminar am 08. 07. 2020

- Material zum Web-Seminar am 13. 07. 2020

- Material zum Web-Seminar am 20. 07. 2020

-Material zum Web-Seminar am 27. 07. 2020

AUS DATENSCHUTZRECHTLICHN GRÜNDEN IST ES LEIDER NICHT MÖGLICH, DIE MITSCHNITTE DES SEMINARS ONLINE ZUR VERFÜGUNG ZU STELLEN!

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Dienst- und Übungsabende sind der wesentliche Bestandteil der alltäglichen Jugendfeuerwehrarbeit. In diesem Teil des Handbuchs finden sich alle wesentlichen Informationen rund um die Dienstgestaltung in der Jugendfeuerwehr. Für die erfolgreiche Gestaltung von Gruppenstunden gilt allgemein:

Die Jugendlichen sind in die Dienstplangestaltung aktiv mit einzubeziehen, ihre Wünsche und Ideen setzen den Rahmen. Auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen allgemeiner Jugendarbeit und Feuerwehrtechnik sollten die Betreuer achten.

Ebenso ist es Aufgabe der Betreuer, auf eine alters-und ausbildungsgerechte Gestaltung der Gruppenstunden zu achten, alle sollten gleichermaßen gefordert und gefördert werden. Dies setzt natürlich eine detaillierte Kenntnis der Gruppenstruktur voraus.

Gemeinsam mit den Jugendlichen und allen Betreuern wird dann ein aussagekräftiger Dienstplan erstellt, der die Themen der Gruppenstunden konkret bezeichnet, damit alle sich darauf einstellen und gegebenenfalls auch vorbereiten können. Dennoch muss der Dienstplan so flexibel sein, dass kurzfristige Änderungen möglich sind (beispielsweise wegen schlechter Witterung oder wegen geringer Resonanz oder Motivation der Jugendlichen). Damit die Jugendlichen sich nicht nur die Rosinen rauspicken und bei den vermeintlich weniger attraktiven Angeboten gar nicht kommen, empfiehlt sich durchaus der Hinweis, dass Änderungen möglich sind.

Schon bei der Gestaltung des Dienstplanes, aber auch zwischendurch immer wieder, sollte klar werden, dass die Betreuer und die Jugendlichen an einem Strang ziehen müssen, wenn ihre Jugendfeuerwehr attraktiv sein soll. Die Betreuer können immer nur den groben Rahmen vorgeben, die Angebote mit Leben auszufüllen ist Aufgabe aller, Betreuer wie Jugendliche. Daher sind reine “Konsumangebote” zu vermeiden. Dies mag immer wieder Schwierigkeiten bereiten; mit einem Führungsstil, der Eigeninitiative belohnt, Positives verstärkt und immer wieder neue Entfaltungsräume schafft, lässt sich aber die Motivation steigern.

Bei den älteren Jugendlichen, die schon länger Mitglied der Jugendfeuerwehr sind, kommt es oft zu einem Gewöhnungseffekt. Vieles ist schon bekannt. Hier bieten sich Kreativ-und Überraschungsangebote an, die immer wieder neue Erlebnisse und Erfahrungen ermöglichen.

Ältere Jugendliche können auch verstärkt in die Vorbereitung und Gestaltung der Gruppenarbeit einbezogen werden. Sicherlich lässt sich die ein oder andere Wiederholung naturgemäß nicht vermeiden, aber warum nicht mal altbewährtes in einer neuen Verpackung präsentieren?

In kleineren Jugendfeuerwehren geht die Zusammenarbeit zwischen Jugendwart und Gruppenleiter meist Hand in Hand, in den größeren Wehren ist es wichtig, dass der Jugendwart den Kontakt zu seinen Jugendgruppen nicht verliert. Er sollte daher regelmäßig auch die Gestaltung von Gruppenstunden übernehmen. Dass er seine Jugendfeuerwehr bei Veranstaltungen im Ort und darüber hinaus begleitet, dürfte selbstverständlich sein. Auch der Kommandant sollte ein-bis zweimal jährlich die Gestaltung eines Gruppenabends übernehmen (aber nicht nur Feuerwehrtechnik), damit er seine Jugendfeuerwehr kennt und auch mal merkt, wie anstrengend Jugendarbeit sein kann.

Der Austausch der Dienstpläne innerhalb eines Landkreises bietet durchaus Vorteile: Zum einen sieht man, was anderenorts gemacht wird und kann sich so neue Ideen besorgen und zum anderen bieten sich bestimmt Anknüpfungspunkte für eine überörtliche Zusammenarbeit, z.b. Zeltlager, Grillparty, Treffen von Jugendlichen, Faschingsfeiern etc.

Es gibt so viele gute Ideen, die es wert sind, festgehalten zu werden. Ein eigener “Ausbildungs-” oder “Gestaltungsordner” kann für einen selbst und auch für Nachfolger gute Dienste leisten. Mit einem Stichwortverzeichnis und einer Sammlung der wichtigsten Adressen und Ansprechpartner versehen, kann er in vielen Situationen weiterhelfen. Aber auch hier gilt: Nicht starr den Ordner abarbeiten, sondern ihn immer wieder umwandeln und Neues hinzufügen.

Dienst- und Übungsplan

Zielgruppe

Der Dienstplan ist das zentrale Mittel rund um die Übungsgestaltung. Wichtig zu wissen ist dabei, dass der Dienstplan sich in der Jugendfeuerwehr an unterschiedliche Zielgruppen richtet. Daher sollte dieser so aufgebaut sein, dass sich möglichst alle wesentlichen Informationen für die unterschiedlichen Interessengruppen darin wiederfinden. Dies kann auch ggf. so erfolgen, dass ein Dienstplan in mehreren Fassungen erstellt wird. Zielgruppen des Dienstplans sind die Kinder und Jugendlichen, die örtlichen Mitglieder der jeweiligen Einsatzabteilung, die Feuerwehrführung und nicht zuletzt die Eltern bzw. Erziehungs-oder Sorgeberechtigten.

Ort

Die Angabe des jeweiligen Übungsortes im Dienstplan ist je nach Größe der Jugendfeuerwehr entsprechend wichtig. Der Ort kann den Treffpunkt oder den Abholpunkt für die Jugendlichen oder Eltern signalisieren oder auch bei größeren Jugendfeuerwehren den Ortsteil oder die Abteilung definieren in der die Übung abgehalten wird. Die Ortsangabe kann je nach örtlicher Gegebenheit den Raum, die Feuerwache, den Ortsteil oder auch die Stadt beinhalten.

Zeit

Insbesondere für Eltern der Kinder- und Jugendlichen ist die Angabe der Uhrzeit von besonderer Relevanz. Gerade wenn Dienste außerhalb der Regel stattfinden, hilft die Angabe der genauen Uhrzeit bei der Planung der Familienaktivitäten. Das Ende der Übung oder des Dienstabends kann einen Dienstplan ergänzen, ist aber nicht zwingend erforderlich.

Thema

Das Thema im Dienstplan kann je nach örtlicher Gepflogenheit individuell gestaltet werden. Je nach Motivationslage der Jugendlichen macht es evtl. bei der Angabe des Dienstes im Dienstplan auf Details zu verzichten oder aber auch explizit darauf hinzuweisen. Themen wie Berufsfeuerwehrtage oder Großübungen machen Spaß und tragen damit auch dazu bei, dass evtl. der ein oder andere motivierter am Dienst teilnimmt. Möchte man hingegen vermeiden, dass ein Thema abschreckend wirkt, kann es oft aber auch hilfreich sein, einfach nur „Übung“ in den Dienstplan zu schreiben. Eine Auswahl möglicher Themen findet sich nachfolgend:

Prävention

  • AIDS-Aufklärung
  • Drogenprävention
  • Alkoholprävention
  • Prävention Sexualisierte Gewalt (Beratungszentrum)
  • Jugendkriminalität
  • Jugendsekten
  • Mobbing-Aufklärung
  • Erste Hilfe
  • Verkehrserziehung
  • Gesundheitsprävention

Aktivitäten

  • Spieleabend
  • Geländespiele
  • Schnitzeljagd
  • Olympiaden
  • SMOVE-Streetball
  • Indiaka
  • Volleyball
  • Fußball
  • Schwimmen
  • Radfahren
  • Boot- und Kanufahren
  • Schlittschuhlaufen
  • Minigolf
  • Tischtennis
  • Klettern
  • Tauchen

Feuerwehrtechnik

  • Fahrzeugkunde
  • Einfache technische Hilfe
  • Löschangriff
  • Knoten und Stiche
  • Funkgeräte
  • Brennen und Löschen
  • Gerätekunde
  • Leitern
  • 24 Stunden-Übungen

Natur- und Umweltschutz

  • Waldbegehungen
  • Wertstoffsammlungen
  • Biotop anlegen
  • Wald-/Flur-/Gewässerreinigung
  • Christbaum sammeln
  • Imker besuchen
  • Nistkästen bauen
  • Insektenhotels bauen

Übungs- und Dienstvorbereitung

Themenvorschläge zur allgemeinen Jugendarbeit

Arbeitsgruppenergebnisse aus den Jugendgruppenleiter-Lehrgängen zu Themenvorschlägen der allgemeinen Jugendarbeit in der Jugendfeuerwehr

Ergänzend zu den o. g. Empfehlungen und Zielen für eine erfolgreiche Gestaltung von Gruppenstunden wurden in vielen Jugendgruppenleiter-Lehrgängen nachstehende Themenbereiche der allgemeinen Jugendarbeit entwickelt. Dabei stehen die Förderung der persönlichen Entwicklung der Jugendfeuerwehrmitglieder (JfM) und die Teamentwicklung der Jugendfeuerwehrgruppe im Vordergrund. Die Themenvorschläge orientieren sich am Bildungsprogramm der Deutschen Jugendfeuerwehr.

Dort heißt es: „Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Soziales Lernen im Miteinander und technische Bildung sind u. a. im Kinder-und Jugendhilfegesetz (KJHG) und den Ausführungsgesetzen der Länder als Ziele unserer Arbeit festgeschrieben.“

Konkrete Programmpunkte für die eigene Jugendarbeit werden idealerweise von und mit den Jugendfeuerwehrmitgliedern entwickelt. Das Erstellen des Programms kann jedem einzelnen Jugendfeuerwehrmitglied als Hausaufgabe mit nach Hause gegeben oder als Aufgabe an die Jugendgremien der Feuerwehr (Jugendfeuerwehrausschuss bzw. Jugendforum) gestellt werden.

Die Aufgabenstellung an die Jugendfeuerwehrmitglieder und/oder Jugendfeuerwehr-Gremien könnte wie folgt lauten:

Bitte überlegt Euch ein interessantes Jugendfeuerwehr-Programm – möglichst ohne die Verwendung von Feuerwehrgeräten -das zu den folgenden Themenbereichen je zwei - drei Vorschläge enthält:

• Tagesausflüge und Besichtigungen

• Kameradschaft

• Wertebild und Regeln

• Soziales

• Umweltschutz

• Aktionen im Ort/in der Stadt

• Sport

• Prävention und Gesundheit

Im Folgenden einige Programmbeispiele, die über mehrere Jahre hinweg verteilt und z. T. im Rahmen der Jugendflammeausbildung Stufe III von den Jugendfeuerwehrmitgliedern organisiert werden können:

Tagesausflüge und Besichtigungen

• Besuch Spieleland, Freizeitpark, Spaßbad,

• Feuerwehr-/Fach-Messe, Workshop einer Delegiertenversammlung auf Landes-/Bundesebene, …

• Besichtigung Werk- oder Berufsfeuerwehr, Leitstelle, Rettungsdienst, Polizei, DB-Stellwerk, interessante Betriebe in der Gemeinde, …

• Teilnahme an einem Guinness-Rekordversuch, z. B. im Rahmen eines Jugendfeuerwehr-Programms auf Kreis-oder Landesebene

Kameradschaft

• Wanderung mit Grillen, Discoabend, Kino- oder Bilderabend, Weihnachtsfeier, Spieleabend, Schwimmbadbesuch, …

• Sammlung von Schrott, Altpapier, Weihnachtsbäumen, …

• Einnahmen für die eigene Jugendfeuerwehr-Kasse zur Finanzierung von Jugendfeuerwehr-Programmen zu erwirtschaften

• Gestaltung eines Auftritts im Rahmen von Feierlichkeiten in der Feuerwehr,…

Wertebild und Regeln

• Diskussionsabend zum Umgang miteinander oder zu wichtigen Wertevorstellungen in unserer Jugendfeuerwehr (z. B.: Kameradschaft | Respekt | Toleranz | Verantwortung)

• Aufstellen von gemeinsamen Regeln während des Übungsdienstes oder bei Freizeiten

Soziales

• Gestaltung des Sommerferienprogramms der FF

• Gestaltung eines Elternabends

• Werbe- und Aktionstag in der Feuerwehr oder Spaßmeile für Kinder beim Tag der offenen Tür der FF

• Mit-/Gestaltung des Helfertages in der Grundschule

• Organisation einer Tombola, deren Gewinn an eine soziale Einrichtung gespendet wird.

• Gestaltung des Programms für behinderte Jugendliche in der FF, ggf. im Rahmen eines themenorientierten Projektes Soziales Engagement (Top Se) der Realschule

Umweltschutz

• Teilnahme an oder Durchführung einer Flurreinigung, einer Bachreinigung oder Teilnahme an einer Aktion „Saubere Stadt“, …

• Übernahme einer Patenschaft für einen Spielplatz oder ein Biotop

Aktionen im Ort/in der Stadt

• Teilnahme an Veranstaltungen oder Wettbewerben anderer Vereine/Verbände

• Teilnahme an traditionellen Umzügen oder an Jubiläumsveranstaltungen der Gemeinde

Sport

• Organisation und/oder Teilnahme Fußballturnier, Indiakaturnier, Beachvolleyballturnier, Leistungslauf … z. B. im Rahmen einer Kreisjugendfeuerwehr-Veranstaltung, Radtour, Kanutour, Kletterpark,

• Training und Teilnahme am Programm Fit-For-Fire-Fighting oder an sportlichen Wettbewerben (Leistungsspange, Jugendflammen, BWBW-Cup, Bundeswettbewerb, CTIF, Mountainbiking, Fußballturniere,…)

Prävention und Gesundheit

• Ernährungsberatung, ggf. mit Kochkurs

• Gefahren im Internet

• Gewalt-/Sucht-Prävention, Besuch in Beratungsstelle